Insgesamt stehen dem Rettungsdienst 72 Mitarbeiter im Notfall zur Verfügung. 14 hauptamtliche Mitarbeiter des Rettungsdienstes werden -besonders in der Hochsaison- erheblich durch die hohe Anzahl der insgesamt 38 ehrenamtlichen Mitarbeiter unterstützt. Weitere 20 Mitarbeiter des Pflegedienstes, darunter examinierte Krankenschwestern und Krankenpflegerinnen sind im Notfall zur Stelle.

Im Jahr 2003 wurden insgesamt mehr als 4.100 Rettungsdiensteinsätze disponiert und abgewickelt.

Davon waren u.a.:
 -   640 Notarzt-Einsätze
 - 2864 Notfall-Einsätze
 -   325 Verlegungen auf das Festland (18 mit Arztbegleitung)

Der Rettungsdienst auf der Insel Sylt hat aufgrund der besonderen Lage der Insel oft Situation zu meistern, die sich von "normalen" Rettungsdiensteinsätzen unterscheiden. Mehrmals im Jahr passieren an Orten (Strand, Meer, Dünen, Watt) Unfälle, die nur schwer zugänglich sind. Um diese Regionen zu erreichen, hält der Rettungsdienst in Westerland spezielle geländegängige Fahrzeuge bereit, die es ihm ermöglich, so nah wie möglich an einen Verunfallten heranzukommen, um damit kostbare Zeit zu sparen, die oft über den Krankheitsverlauf des Betroffenen entscheiden kann.

Dem Rettungsdienst stehen folgende Fahrzeuge zur Verfügung:

4 x Rettungswagen:
 

Mercedes Kastenwagen

Mercedes Sprinter

...

 davon 1 strandgängiges Fahrzeug:

Mercedes Unimog
 
Der Geländewagen "Unimog" ist in seiner Bauweise einzigartig und wurde speziell für die Bedürfnisse des Rettungsdienstes angepasst. Sinngemäß wird der Unimog unter den Mitarbeitern des DRK Westerlands "Panzer" genannt. Ist er doch durch seinen starken Motor und seinen insgesamt 16 Gängen am Strand kaum aufzuhalten.

Für die Fahrt im oft weichen Sand ist ein geringerer Reifendruck erforderlich als im Straßenverkehr. Durch die pneumatische Reifenpumpe ist es dem Fahrer während der Fahrt möglich, die Luft aus den Reifen zu lassen und Sie bei Bedarf auch wieder aufzupumpen.

 

3 x Krankentransportwagen:

Mercedes "Hoch-Lang"

 davon 2 strandgängige Fahrzeuge:

Mercedes G

VW LT

 

2 x Notarzteinsatzfahrzeuge:

Mercedes E-Klasse

dient zugleich als Einsatzleitwagen

 davon 1 strandgängiges Fahrzeug:

Mitsubishi Pajero

 
Das gelände- und strandgängige Notarzt-Einsatz-Fahrzeug wird rund um die Uhr von einem Notarzt besetzt. Der Notarzt (oder besser gesagt, die Notärztin) ist dabei ständig über einen Funkmeldeempfänger erreichbar. Im Gegensatz zu anderen Rettungswachen benötigt das DRK keinen NEF-Fahrer, der den Notarzt erst abholen muss - der Notarzt hat hier das Fahrzeug immer bei sich.

Durch seine Allradfähigkeit ist es dem Fahrer möglich, auch direkt über einen Strandübergang unmittelbar in die Nähe des Patienten, der am Strand verunfallt ist, zu fahren.

 
2 x Schnelleinsatzgruppe:

SEG Prototyp

 

 davon 1 strandgängiges Fahrzeug:

MAN SEG

 

 
Hier im Bild zu sehen
ist die SEG und der Unimog
mit ihren "Innereien".
 

Links: SEG, rechts: UNIMOG

 

2 x Mannschaftstransportwagen SEG:
   

Mercedes Vito

Ford Transit

 

 

2 x "First-Responder"-Sondereinsatzfahrzeuge, beide geländegängig:
   

Mitsubishi Pajero

VW Golf
stationiert in Hörnum, durch ehren-
amtliche Feuerwehrleute besetzt.
 

 

Insel-Lage und die damit verbundene Problematik

Durch die Insel-Lage kann der Rettungsdienst primär nur durch die Luft unterstützt werden. Zwar ist es in Notfällen theoretisch möglich, dass in kürzester Zeit Unterstützung eintrifft, bei schlechter Wetterlage, wie jahreszeitbedingte Stürme, ist allerdings oft mit keinerlei Unterstützung zu rechnen.

Über den Hindenburgdamm - in Verbindung mit dem Autozug dauert das Eintreffen der Unterstützung mind. 1,5 Std., vorausgesetzt, der Autozugverkehr ist noch nicht eingestellt. (i.d.R. von 21:00 - 05:00 Uhr kein Autozugverkehr).

In der Saisonzeit im Sommer erhöhtes Besucheraufkommen

Im Jahr 2002 zählte die Insel Sylt offiziell 5.500.000 Übernachtungen. Viele dieser Übernachtungen finden zur Saisonzeit statt.

Wenn die Insel zu Spitzenzeiten ausgebucht ist, befinden sich mehr als 50.000 Gäste und zusätzlich Tagesgäste zu den ca. 22.000 Insulanern und Zweitwohnungsbesitzern auf der Insel. Das Notfallaufkommen und das Einsatzrisiko steigt in dieser Zeit dementsprechend.

Statistisch gesehen entsprechen die Übernachtungszahlen über das Jahr verteilt ca. 15.000 zusätzlichen Einwohnern pro Monat, also fast einer Verdopplung der insularen Bevölkerung.

 


Änderungen und Irrtümer vorbehalten. Alle Rechte liegen beim Deutschen Roten Kreuz Ortsverein Westerland/Sylt
Letzte Aktualisierung dieser Seite (Datei): 1.01.1970 um 1:00:00